Historischer Terrazzoboden in Norddeutschland (ca. 1920)

Das waren noch Zeiten: Irgendwann in den 1960er Jahren wurde Teppichboden zum letzten Schrei. Auch die schönsten Steinböden waren vor ihm nicht sicher – so wie dieser hier. Heute besinnt man sich wieder auf die wahren Werte und legt die schönen alten Böden frei. Wobei die Sünden der Vergangenheit in Form von Teppichkleberesten am Terrazzo hafteten wie Pech und Schwefel. Hinzu kamen Risse und Fehlstellen im Stein selber.

Den Kleber mussten wir zuerst grob mechanisch entfernen, um danach die Reste chemisch aus dem Terrazzo herauszulösen. Ein seidenmatter Feinschliff lies den Charakter des Bodens wieder aufleben und das Versiegeln gewährleistet lange währende Freude an seiner Anmutung.

Arbeitsgänge: Arbeitsgänge: Schutz- und Abklebearbeiten, Feinschleifen (seidenmatt), Versiegeln

Eingang und Treppenhaus einer Jugendstilvilla mit Terrazzoboden

Fast 100 Jahre, 2 Weltkriege und zahlreiche Umbauten hinterließen ihre Narben: lose und hohl liegende Platten, fehlende Mosaikteile, Fehlstellen und viele andere Schäden wie Löcher, Risse, usw. Hinzu kam die allgemeine Abnutzung durch unzählige Fußgänger, spielende Kinder, Handkarren, etc. – die gesamte Steinfläche war uneben, verkratzt, farblos und stumpf. All das ließ diesen langgedienten Veteranen wirklich alt aussehen. Uralt. Er erinnerte an ein archäologisches Relikt in Pompeji.

Zur Wiederbelebung fixierten wir die Platten neu, u.A. mit Harzinjektionen. Fehlstellen wie Risse und Löcher wurden mit passendem Ersatzmaterial und farblich abgestimmten Steinharzen ergänzt. Ein Planschliff sorgte für eine durchgehend ebene Fläche. Und die nachfolgende Politur und Kristallisation lassen den Terrazzoboden jetzt in neuem Glanz erstrahlen. Diesen konserviert eine Imprägnieren für lange Zeit.

Arbeitsgänge: Schutz- und Abklebearbeiten, Schleifen, Polieren, Kristallisieren, Imprägnieren